Reinigung einer PV-Anlage: Darauf kommt es an
von actensys
Ist die eigene Solaranlage mit Schmutz bedeckt, wirkt dieser wie ein Schleier und verhindert die Einstrahlung von Sonnenlicht. Damit die PV-Anlage ihre Leistungskraft voll und ganz ausschöpfen kann, ist eine regelmäßige und gründliche Reinigung das A und O. Denn saubere Module produzieren nicht nur mehr Strom, sondern haben auch eine längere Lebensdauer.
Wann steht eine Reinigung der PV-Anlage an?
Wie oft eine PV-Anlage gesäubert werden muss, ist ganz von Standort und Stärke der Verschmutzung abhängig. Eine moderat verdreckte Anlage produziert bis zu 15 Prozent weniger Strom als eine saubere. Hat sie einen günstigen Neigungswinkel von mindestens 15 bis 20 Grad, wäscht der Regen die groben Staubschichten fort. Trotzdem ist es empfehlenswert, die Installation regelmäßig auf Sauberkeit zu überprüfen – vor allem in staub- und ammoniakreichen Umgebungen.
Ist die Solaranlage aufgrund ihrer Lage starken Verunreinigungen ausgesetzt – etwa durch Beiprodukte aus Landwirtschaft und Industrie, Straßendreck, Pollen oder Vogelkot – kann der Verlust des Solarertrags sogar bei 30 Prozent liegen. Bei solchen Installationen lohnt es sich also, die Sauberkeit häufiger zu kontrollieren.
Wann es wieder Zeit für eine Reinigung ist, kann aus dem Monitoring der PV-Anlage hervorgehen. Ist ein deutlicher Ertragsrückgang erkennbar, ohne dass technische Fehler vorliegen, könnte dies ein Hinweis auf zu starke Verschmutzung sein. Was den idealen Zeitpunkt betrifft, so eignen sich vor allem kühlere Temperaturen und längere Trockenphasen. Auch im Frühjahr nach dem Pollenflug oder im Spätsommer nach staubigen, niederschlagsarmen Perioden rentiert sich die Säuberung besonders. Wartungen sollten im Idealfall öfter stattfinden, lassen sich aber gut mit einer Reinigung kombinieren.
PV-Anlagen selbst putzen?
Grundsätzlich können Betreiber einer PV-Anlage die Reinigung auch selbst durchführen. Wer diese Aufgabe lieber Profis überlassen möchte, kann sich an das Fachpersonal von actensys wenden. Hierbei kommt ein spezieller Reinigungs-LKW zum Einsatz, mit dessen Hilfe der Prozess besonders schonend und effizient abläuft. Entscheiden sich Anlagen-Besitzer dazu, die Sache selbst in die Hand zu nehmen, sollten sie dabei folgende Fehler vermeiden:
- Chemie oder Haushaltsreiniger verwenden
- Mit sehr kalkhaltigem Leitungswasser putzen
- Hochdruckreiniger nutzen
- Trockene Bürsten einsetzen, da diese Kratzer verursachen können
- Solarmodule betreten
- Bei direkter Sonne reinigen, da dies einen thermischen Schock hervorrufen kann
Vor allem bei Dachanlagen sind unbedingt ausreichende Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. So sollten die Dächer keinesfalls bei Wind und Regen betreten werden, da dann starke Rutschgefahr besteht. Generell muss immer eine ausreichende Absturzsicherung gewährleistet sein. Potenzielle elektrische Gefahrenquellen bestehen ebenfalls, denn die Solarmodule selbst stehen unter Spannung.
Auch bei gutem Wetter sollten Anlagenbetreiber auf geeignete Schutzkleidung und rutschfestes Schuhwerk nicht verzichten. Sind PV-Anlagen besonders schwer zugänglich, empfiehlt es sich, einen Fachbetrieb mit der Reinigung zu beauftragen.